Carl Gustav Carus Stiftung für psychosomatische Forschung
Wer war CG Carus  

Carl Gustav Carus wurde am 3. Januar 1789 in Leipzig geboren und starb am 28. Juli 1869 in Dresden. Mit seiner Frau Caroline hatte er elf Kinder.

Carus war Arzt, Maler und Naturphilosoph. Er studierte an der Leipziger Universität und promovierte hier 1811 über Medizin. Im Alter von 22 Jahren besaß er zwei Doktortitel (Dr. phil., Dr. med.). 1814 wechselte er nach dresden, wo er die königliche Hebammenschule leitete und ab 1815 als Professor für Geburtshilfe wirkte. Außer seiner wissenschaftlichen und ärztlichen Tätigkeit veröffentlichte er eine Reihe von Werken über Malerei und Literatur und war ein bekannter bildender Künstler. Er selbst zählte zum Kreis der Romantik. 

"Mit den 'Vorlesungen über Psychologie' (1831), sowie den komplementären Werken 'Psyche' (1846) und 'Physis' (1851) begründet Carus eine medizinisch-philosophische Ganzheitsbetrachtung des Menschen, die körperliche, psychische und geistige Phänomene der Gesundheit und der Krankheit gleichermaßen umfaßt."
Stefan Grosche. „Vom Leben der Seele“: Psychologie und Medizin bei Carl Gustav Carus 1789-1869). Med Psychol 1996; 1/2: 76-84.

Werke

  • Darstellung des Nervensystems 1814
  • Lehrbuch der Zootomie 1818
  • Lehrbuch der Gynäkologie 1820
  • Zur Lehre von Schwangerschaft und Geburt 1822/24
  • Neue Beobachtungen zur Embryologie 1827
  • Grundzüge der vergleichenden Anatomie 1828
  • Vorlesungen über Psychologie 1831
  • Friedrich der Landschaftsmaler 1841
  • Goethe 1843/1863
  • Psyche 1846 - Physis 1851
  • Symbolik der menschlichen Gestalt 1853
  • Über Lebensmagnetismus 1857
  • Natur und Idee 1861 
  • Die Lebenskunst 1863
  • Lebenserinnerungen 1865/66
  • Vergleichende Psychologie 1866

Weitere Informationen

Stefan Grosche (Hg.): „Zarten Seelen ist gar viel gegönnt“. Naturwissenschaft und Kunst im Briefwechsel zwischen Carl Gustav Carus und Goethe. Wallstein-Verlag, Göttingen 2001.
Stefan Grosche. „Vom Leben der Seele“: Psychologie und Medizin bei Carl Gustav Carus 1789-1869). Med Psychol 1996; 1/2: 76-84.
http://gutenberg.spiegel.de/index.php?id=19&autorid=92&autor_vorname=+Carl+Gustav&autor_nachname=Carus&cHash=b31bbae2c6

Impressum | © 2006 GaLf | Author dieser Seite: Wolf Blaum - zuletzt bearbeitet am 20.02.2008 17:03 von Dr. med. Claudia Kiessling, MPH